Der SFB 528
Der Sonderforschungsbereich "Textile Bewehrungen zur bautechnischen Verstärkung und Instandsetzung" wird seit dem 1. Juli 1999 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Derzeit läuft die vierte Phase, sie dauert bis zum 30. Juni 2011. Pro Jahr stehen etwa 1,5 Mio Euro für Personal und Sachmittel bereit.
Hintergrund zum SFB 528
Beton vermag großem Druck stand zu halten, doch nur rund ein Zehntel dieser Kraft verträgt er bei Zugbeanspruchung. Deswegen wird dem Beton Stahl als Bewehrung beigefügt. Stahl neigt jedoch zum Rosten, weshalb er mit einer genügend dicken Schicht von Beton umgeben sein muss, die das Rosten verhindert. Die Kombination beider Stoffe führt dann sozusagen konstruktionsbedingt zu einer bestimmten Mindestdicke und damit auch zu einer bestimmten Masse.
Deswegen versucht man seit einigen Jahren, statt Stahl alkaliresistente Glasfasern zu verwenden, um schlanke, leichte und korrosionsbeständige Bauten zu erstellen.
Professor Peter Offermann vom Institut für Textil- und Bekleidungstechnik und Professor Manfred Curbach vom Institut für Massivbau haben in Zusammenarbeit mit weiteren Wissenschaftlern der TU Dresden den Textilbeton entwickelt, den man z.B. ideal zum Verstärken von alten – mit Stahl bewehrten – Bauwerken verwenden kann. Doch der neue Verbund wirft viele Fragen auf, muss er doch den Anforderungen der Bauingenieure an die gewünschte Sicherheit im Bauwesen entsprechen. Antworten auf diese Fragen erforschen die mehr als 50 Professoren, wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiter vom Sonderforschungsbereich 528.
